Maria Wallenstål-Schoenberg

Biografie

1959 Geboren in Uppsala, Schweden

1978-83 Studium an der Universität Uppsala

1983 Stipendium der Deutsch-Schwedischen Handelskammer

1984-87 Wissenschaftliche Arbeit an der Universität Uppsala

1990-97 Ulmer Schule, Dozent Clemens Etz

1997-99 Vorstand der „Künstlergemeinschaft  Wiblinger Ring“, Ulm

2004-08 Akademie d. bildenden Künste, München, Klassenbesprechungen Prof. Jerry Zeniuk

2014 Mitglied in „Neue Gruppe – Haus der Kunst“, München

seit 1999 lebt und arbeitet in München 

EINZELAUSSTELLUNGEN

2024
Jubiläumsausstellung, Galerie Filser & Gräf, München

2021
Färg 4, Maria Wallenstål-Schoenberg, Galerie Ulf Larsson, Cologne

2019
About Color, Galerie Ulf Larsson, Cologne

MaterialMalerei-FarbMalerei, Doppelausstellung mit Werken von Jürgen Paas, Neue Galerie Landshut e.V, Landshut

2018
Farbfindungen, Kunstraum Detmold, Detmold (K)

2017
Quando il colore ha la dimensione del pensiero ed emoziona, Five Gallery, Lugano, Schweiz

2013
„Färg III“, Galerie Wesner, Konstanz

„Färg II“, Galerie Ulf Larsson, Köln

2012
„Färg“, Galerie Filser & Gräf, München

2011
„Farbe konkret“, Galerie Ulf Larsson, Köln     

2010
„Aufgelöst konkret“, Halle 50 mit Galerie Filser & Gräf, München

2009
„Farbmalerei“, HVB Ulm, Ulm, mit Galerie Filser & Gräf

2009
„Farbmalerei“, Galerie Filser & Gräf (K)

2008
„Farbmalerei“, Orangerie, Englischer Garten, München      

2007  
„Konkrete Farbmalerei“, Kunstforum soziale Skulptur e.V., München 

2004
Galerie Metz, München

GRUPPENAUSSTELLUNGEN

2023
Blütezeit, Halle50, München

2022
Preview art Karlsruhe, Galerie Filser & Gräf, München

Hard Edge, Circle Culture Gallery, Berlin

Konform_Reform, Neue Gruppe, Halle50, München

Lange Nach der Museen, Halle50, München

Neue Galerie Landshut, Domesic Space Christmas Edition II

Grande Serata, Five Gallery, Lugano IT

2021
Domestic Space – Domagk Edition 2, Galerie Zweigstelle Berlin in Halle50, Munich

2020
MUST-SEE! Galerie Filser & Gräf, München

Wintersalon 2020, Galerie Ulf Larsson, Cologne

Polaritäten II, KVD Dachau

Interaction, Galerie Filser & Gräf, München 

Polaritäten I/ Drei skandinavische Positionen, Halle50, München

Wintersalon, Galerie Ulf Larsson, Köln

Polaritäten II/Drei skandinavische Positionen, KVD e.V. ,Dachau

2019
DEL COLORE E DELLA LUCE  | Museo dÁrte Sacra,  Camaiore, IT

Tutti pani del modo | Fondationi Sassi, Matera, IT

Blackout, Neue Gruppe e.V., Halle 50, München

„de nun“ Augsburg  Contemporary, Augsburg


2018

NEW SPACE! Neue Arbeiten von Künstlern der Galerie, Filser & Gräf, München

Wunderkammer, Halle 50, München

Neue Gruppe in Schloss Neuburg, Landkreisgalerie Schloss Neuburg

Domestic space, Zweigstelle Berlin, Schloss XY

Domestic Space | Munich Edition, Zweigstelle Berlin @ Galerie PunktPunktKommaKunst, München


2017

FLASHBACK, 10 Jahre Filser & Gräf, München

Five Gallery, Lugano, Schweiz

Objects of desire 2017, Halle 50, München

Kunst heilt Medizin – Zehn Werke, Katholisch-Theologische Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich

Domestic Space | Christmas Edition, Zweigstelle Berlin @ Neue Galerie Landshut

2016

„Form & Color“ mit René Dantes, Galerie Filser & Gräf, München

„Color and structure“, Galerie Ulf Larsson, Köln (Doppelausstellung mit Reiner Seliger)

„Raum und Farbe“, Boretty contemporary art, München 

Doppelpass-Rückspiel, Galerie Prisma, Südtiroler Künstlerbund, Bozen

2H5021K, Halle50, München


2015
small&mighty, Galerie Filser & Gräf, München

Doppelpass 6×2 Positionen, Halle50, München

Accrochage, Galerie Filser & Gräf, München

„IN TOUCH“, Galerie Floss und Schultz, Köln

First View, Galerie Filser & Gräf, München

Kunstverein Ebersberg, Jahresausstellung, Ebersberg (K)


2014
Painting Black, Sylvia Wald & Po Kim Gallery, New York

Galerie Thomas Punzmann – fine arts, Frankfurt

„reduktive art“, Galerie Filser & Gräf, München

2013

Galerie Thomas Punzmann, Frankfurt

UnArtig, Halle 50, München

„Konkret Expressiv“, Galerie Thomas Punzmann, Frankfurt

Kunstverein Ebersberg, Jahresausstellung (K)


2012

Zwischenzeit, Galerie Filser & Gräf, München

„Edition I“, Halle 50, Domagkateliers, München

„Grünes Leuchten“, Halle 50, Domagkateliers, München


2011

11×11, ApArtment, Galerie Filser & Gräf, München

Jahresgaben, Halle 50, München

Galleri art-on, Kungsbacka, Schweden


2010

x-mas, ApARTment, Galerie Filser & Gräf, München

„kleines Format“, Kunstverein Aichach, Aichach


2009

Kunstverein Ebersberg, Jahresausstellung (K)


2008

Kunstverein Aichach, Ausstellung des 15. Kunstpreises, Aichach

Schauraum,Kultursommer am Ackermannbogen,  München              

Kunstverein Ebersberg, Jahresausstellung, Ebersberg (K)

Dachgalerie DOKU e.V. München


2007

Museum Palast, Grosse Kunstausstellung NRW, Düsseldorf (K),

Kunstverein Ebersberg, Jahresausstellung, Ebersberg (K) 

Dachgalerie, DOKU e.V., München (K)


2006

Kunstverein Ebersberg, Jahresausstellung (K)

Dachgalerie, DOKU e.V. München

Kunstverein Aichach, Ausstellung des 13. Kunstpreises, Aichach


2005

Galerie White Box, Kultfabrik, München

Kunstverein Ebersberg, Jahresausstellung, Ebersberg (K)

Dachgalerie, DOKU e.V. München

Kunstverein Ebersberg, „Simultan“ – Kunst und Schach, Ebersberg (K)

Freimanner Kulturtage, Dachgalerie, München

Kunstverein Aichach, Ausstellung des 12. Kunstpreises, Aichach


2004

Haus der Kunst, Große Kunstausstellung, München (K)

Kunstverein Aichach, Ausstellung des 11. Kunstpreises, Aichach

1997  

Wiblinger Ring, Kloster Wiblingen, Ulm

1996

Wiblinger Ring, Monte Cantini Therme, Italien


MESSETEILNAHMEN

2023 art KARLSRUHE, mit Galerie Filser & Gräf, München

2022 art KARLSRUHE, mit Galerie Filser & Gräf, München

2020 art KARLSRUHE, mit Galerie Filser & Gräf, München

2020 POSITIONS BERLIN Art Fair, Berlin, mit Galerie Ulf Larsson, Köln

2019 art KARKLSRUHE, Galerie Filser & Gräf, München

2019 Positions Berlin, Galerie Ulf Larsson, Köln

2018
art KARKLSRUHE, Galerie Filser & Gräf, München

Positions Berlin, Galerie Ulf Larsson, Köln

2017
paper positions.munich

art KARLSRUHE, mit Galerie Filser & Gräf, München

2016
art KARLSRUHE, Karlsruhe mit Galerie Filser & Gräf, München und Galerie Ulf Larsson, Köln

Positions, Berlin; Galerie Ulf Larsson, Köln

ART FAIR, Köln; Galerie Ulf Larsson, Köln

2015
Art Bodensee, Dornbirn,mit Galerie Filser & Gräf, München 

art KARLSRUHE, Karlsruhe mit Galerie Filser & Gräf, München 

POSITIONS Berlin, mit Galerie Ulf Larsson

2014
art KARLSRUHE, Karlsruhe mit Galerie Filser & Gräf, München und Galerie Ulf Larsson, Köln

2013
Artfair, Köln mit Galerie Filser&Gräf, München und Galerie Ulf Larsson, Köln

Cologne Paperart, Köln mit Galerie Ulf Larsson, Köln

Kunst Zürich, Zürich mit Galerie Wesner, Konstanz

art KARLSRUHE, Karlsruhe mit Galerie Filser & Gräf, München

und Galerie Ulf Larsson, Köln

2012
KunstZürich, Kunstmesse mit Galerie Wesner, Konstanz

ART.FAIR, Köln, Galerie Filser & Gräf, München 

art KARLSRUHE, Karlsruhe mit Galerie Ulf Larsson, Köln

Cologne Paper Art, Köln mit Galerie Ulf Larsson, Köln

2009
Kunstmesse „Thease art fair“, Köln mit Galerie Filser & Gräf, München

Öffentliche Förderungen und Ankäufe, Sammlungen

Atelierprogramm durch Kulturreferat der LH München

Kunstsammlung HypoVereinsbank – Members of UniCredit 

Kunstsammlung der Volksbank, Offenburg

vers. private Sammlungen

Monographische Bücher und Kataloge

Maria Wallenstål-Schoenberg, Farbmalerei, 2008

Maria Wallenstål-Schoenberg, Färg 1-3, 2012-13

Maria Wallenstål-Schoenberg, about color, 2017, Klinkhardt & Biermann Verlag, ISBN 978-3-943616-52-1

Maria Wallenstål-Schoenberg, Aquarelle, 2020, ISBN978-3-00-065710-8

Maria Wallenstål-Schoenberg, Farbfindungen-Malerei und Drucke, 2018, Kunstraum Detmold, ISBN 978-3-9818088-5-8

Beschreibung

„In jedem Bild stecken alle Bilder, die man vorher gemacht hat“, sagt Maria Wallenstål-Schoenberg, denn auch alle vorangegangenen Entwicklungsstadien, inklusive Fehler und Irrwege, sind als Erfahrungen mit eingegangen in den aktuellen Klärungsprozess, den die drei Ausstellungen dokumentieren. In jedem einzelnen der neuen Bilder schwingen diese vorangegangenen Entwicklungsstadien noch mit: nicht unmittelbar auf der Oberfläche sichtbar, aber als subtile Qualität, wie Obertöne. Vielleicht darf man sich dieses Verhältnis buchstäblich vorstellen wie die vielfache Unterlegung der sichtbaren Farbfelder mit anderen, häufig komplementären Farben, die für Wallenstål-Schoenbergs Bilder charakteristisch ist. Unter den kraftvollen, malerisch durchgearbeiteten Farben der Oberfläche liegen stets etliche Schichten anderer Farben: ein geheimer, unterirdischer Resonanzraum, der der Oberfläche erst Tiefe und Strahlkraft verleiht, dieweil er selbst nur an den Rändern direkt zutage tritt (und es einigermaßen schwer entscheidbar macht, ob oder wie weit es die Interferenz zwischen Zentrum und Rand, oder die Brechung der Farboberfläche durch den Untergrund ist, die so erstaunliche Wirkung zeitigt).

An diesen Rändern werden jedoch nicht einfach nur räumlich tieferliegende Schichten sichtbar, sondern vielmehr auch zeitliche Schichtung: die Gemachtheit und Gewordenheit des Bildes, Arbeitsprozesse werden greifbar, ebensosehr wie in den deutlichen Spuren des Spatels, mit dem die Ölfarben nass in nass aufgetragen wurden. In dieser Herausstellung der Faktur wird gleichzeitig die materielle Qualität des Bildes zur Sichtbarkeit gebracht, oder besser: in eine Kippfigur bewegt, in der wir nicht wirklich simultan, sondern eher abwechselnd, oszillierend sowohl den Bildraum/Farbraum wahrnehmen wie das Bild als materielles Ding. „Ein Bild ist eine Leinwand mit Farbe darauf“, hat Alexander Rodschenko 1915 konstatiert und damit keineswegs eine Banalität ausgesprochen, sondern eine desillusionierende Erkenntnis, die wir uns oft genug eigens ins Bewusstsein rufen müssen. Die Erkenntnis, dass das Bild, dass die Bildfläche von fundamentaler Doppelnatur ist, zugleich prosaischer, materieller Träger, und andererseits metaphysischer, nachgerade numinoser immaterieller Erscheinungsort eines Abwesenden: Aspekte ein und desselben Bildes, die – hat man sie einmal gesehen – vielleicht noch zu unterscheiden, aber auf keinen Fall mehr zu trennen sind.

Dies wird gerade bei den neuesten Bildern von Wallenstål-Schoenberg deutlich, bei denen die Farbfelder nicht mehr auf einem eher konventionellen, malerisch durchgearbeiteten Bildhintergrund liegen, sondern wie frei schwebend auf einer aus lediglich technischen Erfordernissen weiß grundierten, ansonsten aber unbearbeiteten Leinwand präsentiert werden. Durch die Überwindung eines überkommenen Verständnisses von „Komposition“, bei der einzelne Bildelemente in höherer Ordnung zu einem autonomen und geschlossenen Bildganzen zusammengebunden sind, tritt das Spannungsverhältnis zwischen den Farben, das für Wallenstål-Schoenbergs Bilder konstitutiv ist, noch klarer hervor.

„Die Farbe alleine hat keine Relevanz“, sagt sie, sondern erst zwei oder mehr Farben zusammen und in Relation. Da die Bildoberfläche nun tendenziell nicht mehr als zusammenhängende Fläche Schauplatz einer integrierenden Komposition ist, sondern lediglich der (materielle) Ort, an dem Farben bzw. Farbformen aufeinander treffen, werden die Farben, sowohl an sich wie in ihren Relationen zueinander, noch stärker betont als bisher.

Hier findet ein Klärungsprozesses statt, der exemplarisch die Entwicklung der klassischen Moderne nachzuvollziehen scheint und an Greenbergs Diktum erinnert, die Kunst schließe im Laufe ihrer Weiterentwicklung das Überflüssige aus sich aus. Die angestrebte Reinigung der Kunst vom Überflüssigen, lediglich Akzidentiellen, lag für ihn zuvorderst „in der Anerkennung, in der bereitwilligen Anerkennung der Grenzen des Mediums der jeweiligen Kunst. (…) Jede Kunst ist einzigartig und nur im strengen Sinn sie selbst aufgrund ihres Mediums.“ Für die Malerei bedeutete das, sich auf ihre originären und einzigartigen Aspekte der Farbe und der Flächigkeit zu konzentrieren. Auch bei Maria Wallenstål-Schoenberg findet die Malerei ganz zu sich. Hier allerdings paradoxerweise über den oben skizzierten Umweg, über die Betonung der Prozessualität, der Faktur und der Materialität ihres Bildträgers.

>Peter T. Lenhart<

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